analoge Photographie

AGFA Isolette II von 1954

Im Mai 2015 kam Verstärkung in meine Sammlung analoger Mittelfomatkameras, eine AGFA Isolette II aus dem Jahr 1954. Sie wird bestückt mit handelsüblichem Rollfilm, der Platz für zwölf Bilder im Format 6x6cm bietet. Bei einer solch alten Kamera liegen die Schwachpunkte in den Balgen, die löchrig sein können und in verharzten Verschlüssen, die die Belichtungszeit nicht mehr einhalten.
Die Agfa Isolette II gab es in drei Ausführungen:

  • Agfa Solinar 1:3,5/75mm mit Prontor SVS Verschluss
  • Agfa Apotar 1:4,5/85mm mit Prontor SVS Verschluss
  • Agfa Apotar 1:4,5/85mm mit Pronto Verschluss

Mein Gerät mit Pronto Verschluss bietet ein überschaubares Angebot an Belichtungszeiten, 1/200s, 1/100s, 1/50s, 1/25s und B. Diese Zeiten passen nicht zu den Parametern, die ein externer Belichtungsmesser anbietet. Empfiehlt der Belichtungsmesser also besipielsweise 1/125s bei Blende 8, dann kann man am Fotoapparat 1/100s wählen und die Blende etwas weiter als 8 schließen. Das analoge Medium ist ohnehin viel toleranter gegenüber Fehlbelichtungen als die digitale Technik. Diese Aussage gilt natürlich nicht für Farbdiafilme.

die AGFA Isolette im Video:
https://www.youtube.com/watch?v=hZVx9psFESI


AGFA Isolette II Objektiv

Die Fokusentfernung wird am inneren Ring eingestellt, die Naheinstellgrenze beträgt 1m. Der äußere Ring wird zum Einstellen der Belichtungszeit genutzt. Oben links ist der Hebel für die Blende, mittig der Hebel, mit dem der Verschluss gespannt wird. Unten ist der Aufzug für den Selbstauslöser zu sehen.

AGFA Isolette II von oben gesehen

Von oben gesehen ist links ein Rad für die Filmmerkscheibe, hier eingestellt auf DIN21, also ISO100. Daneben liegt der Druckknopf zum Öffnen der Frontklappe um das Objektiv auszufahren.rnDer Blitzschuh in der Mitte hat lediglich die Funktion ein Blitzgerät zu halten, der Anschluß des Blitz erfolgt mittels Kabel an das Objektiv. Rechts befinden sich der Auslöser – mit Anschluß für einen Drahtauslöser sowie das Transportrad für den Film.rnDie Isolette besitzt eine Doppelbelichtungssperre. Nur wenn der Film nach Betätigung des Auslösers weiter transportiert wurde kann der Auslöser wieder benutzt werden. Angezeigt wird die Sperre durch einen roten Punkt neben dem Filmtransportrad.rnDoppelbelichtungen sind dennoch möglich, indem man nach dem ersten Auslösen den Verschluss wieder spannt und am Objektiv den Hebel zum Auslösen benutzt.

AGFA Isolette II Rückseite

Auf der Rückseite ist das Fenster für die Kontrolle des Filmtransports zu sehen, mit einem kleinen Schieber lässt sich das Fenster schließen.

AGFA Iseolette II innen

Im aufgeklappten Zustand sieht man auf der linken Seite die Aufnahme für den unbelichteten Film, rechts die leere Spule auf die der Film umgespult wird.

Testbilder aus der Agfa Isolette II:

Hundertwasserhaus in Essen
Frösche